Keiner!
Und wenn er kommt?
Dann kämpfen wir!
Heute war ein besonderer Tag. Ich bekam Besuch aus Lübeck von Jessica (+ Tochter, + Freundin, + Tochter). Eine lebhafte Mädelsrunde tummelte sich im Besucherraum auf Etage 16B, und es war ein interessantes Potpourri aus verschiedenen Erkrankungen. Ich bin nicht mal in der Lage, alles aufzuzählen.
Prima ist, dass ich Jessicas Gesicht nun nicht nur von Fotos kenne. Es ist ein sehr angenehmes Gefühl, wenn man so einen Menschen, mit dem man schon einige Monate (?) im Austausch steht, auch mal persönlich trifft. Alles wird fassbarer und bleibt nicht so abstrakt.
Bei Jessica ist seit 2016 schon echt viel passiert, und wir haben noch einmal fast alles ausgetauscht. Auch da traf mich die Sprachlosigkeit und das Kopfschütteln. Alles ist irgendwie unfassbar. Aber es ist so: Ich habe sie gesehen und mit ihr gesprochen. Sie ist mutig und entschlossen, sie weiß alles über ihre Krankheiten, und am Ende war es auch nur Glück, dass sie jetzt hier so sitzen konnte.
Wer hat Angst vorm Behcetmann?
Ganz ehrlich: Alle!
In Jessicas Augen war alles zu sehen: Angst, Sorge, Freude und Zuversicht!
Und ich hoffe, in meinen Augen war zu sehen, dass es einfach schön ist, dass wir dieser seltenen Erkrankung ihre Macht über uns nehmen, indem wir uns zeigen, dass es uns gibt, wir keine Aliens sind, die plötzlich in Arztpraxen auftauchen, mit denen keiner so recht etwas anzufangen weiß.
Wir sind keine besonders sensiblen Menschen, die einfach nicht belastbar sind und sich Sachen einreden. Wir sind nicht krank, weil wir diese miesen Medikamente nehmen. Wir sind krank und deshalb nehmen wir sie. Im Übrigen wäre es sehr wahrscheinlich alles schlimmer, wenn wir diese Giftkeulen nicht schlucken würden.
Aber, lieber Behcetmann, wir sind nicht alleine!
Wir schaffen das!
Ein großes Dankeschön an alle für den privaten Support meiner Behcet-Gruppe!

Ach Jennifer. Du bist so eine starke Frau. Und auch wenn du immerzu beteuerst, wie fit du dich fühlst, ich habe gesehen, dass es dir bicht gut geht. Es tat unfassbar gut dich zu treffen und ich hoffe auf ein baldiges Wiedersehen. Wir haben so viel geredet und dennoch wäre ich gerne noch länger bei dir geblieben. Danke für dieses wundervolle Treffen. Ich hoffe, dass es auch Dir wieder mehr Mut und Kraft gebracht hat. Alles kann schlimmer sein, aber gemeinsam schaffen wir es gegen an zu gehen. Und nächstes Mal trifft sich die ganze Gruppe, so wird das. High five, wir sind die Gewinner.
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