Der Preis für Bequemlichkeit

… entspricht keiner unverbindlichen oder sogar verbindlichen Preisempfehlung. Ich habe mich damit nicht auseinandergesetzt und bin nun durch Zufall darauf gestoßen.

Alles nahm seinen Anfang vor ungefähr sechs Monaten. Ich betrat ein Sanitätshaus mit dem Wunsch, Kompressionsstrümpfe zu kaufen – zum dritten Mal, im selben Haus. Der Ablauf war wie immer: Begrüßung, Kabine, Abmessen, Farbe auswählen. Nach dem Haftrand und der Fußöffnung wurde ich nicht gefragt. Ich ging davon aus, dass diese Angaben „wie immer“ für die Bestellung übernommen werden.

Um alles abzukürzen:
Die Strümpfe wurden nicht so geliefert, wie ich es mir gewünscht hatte. Auf sehr unfreundliche Art wurde ich gedrängt, sie trotzdem zu kaufen, weil ich sie ja schließlich auch falsch bestellt hätte. Da ich nicht bereit war, ca. 140 € für falsch bestellte Strümpfe zu zahlen – denn ich sah den Fehler wirklich nicht bei mir – bestand ich darauf, andere zu bekommen. Freunde habe ich mir damit nicht gemacht.

Da zeigte sich, dass das von mir empfohlene Sanitätshaus nun zum zweiten Mal durch seine Unfreundlichkeit glänzte.

Also bin ich jetzt – ohne Empfehlung – zum Sanitätshaus bei mir um die Ecke gegangen. Der Weg beträgt ca. 500 Meter. Für eine schlechte und unfreundliche Behandlung brauche ich nun nicht extra in die Stadt zu fahren.

Es ist kaum zu glauben: Die Bestellung funktioniert einwandfrei und schnell, innerhalb weniger Tage sind die Strümpfe da.

Und dann passiert auch noch das Unfassbare: Exakt das gleiche Modell kostet dort ca. 23 % weniger.

Also habe ich jetzt ein Sanitätshaus, das ich zu Fuß in 5 Minuten erreichen kann, wo ich sehr freundlich und kompetent bedient werde und zusätzlich auch noch weniger Geld bezahle? Das ist eigentlich unfassbar – aber es ist Realität.

Der Preis für Bequemlichkeit ist ein Preisnachlass von 23 %.




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