Einigen wenigen ist vielleicht aufgefallen, dass ich fast 4 Wochen nicht mehr geschrieben habe. Der Monat Mai ist für mich derzeit ein besonderer Monat. Zunächst einmal die lebensrelevanten Themen:
Meine Wiedereingliederung nach dem Hamburger Modell ist nun zu Ende. Nach 7,5 Monaten darf ich meiner Arbeit wieder im vollen Maße nachgehen. In meiner letzten Woche, die ich noch mit reduzierter Arbeitszeit absolvieren durfte, gab es die Probe aufs Exempel:
Vier Tage rundum Dienst, schlafen im fremden Bett, essen, was auf den Tisch kommt, den ganzen Tag unterwegs – Reisen mit dem ÖPNV, Sehenswürdigkeiten, Museum, Konzert, Shoppen, Kneipe, Kino. Das hört sich prima an, war es aber nur bedingt.
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weil ich genau diese Dinge schon seit Ewigkeiten aus meinem
Leben verbannt habe -
weil ich nicht der Adressat dieser Veranstaltung war
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weil bei all der Anstrengung die etwas minderwertigen Mahlzeiten
nicht genug Energie geben -
zu wenig Zeit und Möglichkeit, ausreichend Kaffee zu trinken
Ich habe es geschafft. Zwar mit Schmerzprophylaxe, aber ohne Zwischenfälle konnte ich bis zum Schluss durchhalten, ohne Schaden zu nehmen. Im Anschluss durfte ich in der folgenden Woche wieder voll arbeiten. Ich war schon Anfang April etwas aufgeregt wegen dieser bevorstehenden Ereignisse, umso zufriedener bin ich jetzt. Aber ich werde nun noch einmal an ein paar Rädchen drehen müssen. Zum Beispiel schaffe ich Yoga seit ewigen Zeiten nicht mehr, weil ich meist zu erschöpft bin. Gerade am Mittwoch ist meine Woche „gefühlt“ schon am Ende. Aber ich darf an dieser Stelle betonen, dass es mir seit ca. 4 Wochen insgesamt ganz gut geht.
Zusätzlich ist „Behcet Awareness Month“! In den USA werden mit regelmäßigen Veranstaltungen aller möglichen Krankheiten gedacht und etwas mehr Öffentlichkeitsarbeit betrieben. Zumindest wirkt das im Internet so. Ich persönlich finde es prima, diese Themen immer wieder ins Bewusstsein zu rufen. Es handelt sich ja dabei nicht um Themen, die medial häufig aufgearbeitet werden. Selbst in TV-Beiträgen (Dokumentationen, Talkshows usw.) rund um das Thema Krankheit wird gerne verschönt. Die interviewten Kranken, auch die, die dem Tod geweiht sind, strahlen meist ob ihrer positiven Kämpfernatur. „Nicht unterkriegen lassen“, „Es muss weitergehen“, „Ich bin stark, ich kämpfe“, „Meine Krankheit hat mein Leben verändert, und ich bin jetzt glücklicher“ … Ich könnte unendlich viele Parolen aufschreiben, die total nerven.
Warum darf man nicht alles doof finden, weinen und sagen, dass man sein Leben vorher besser fand?
Vergiss mich nicht!
Happy Behcet Awareness!!!
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