Ihr solltet nun zuerst das Video anschauen:
Es deutete sich schon alles an, als ich am Dienstag mein Tanzbein zu Helene Fischer und dem Roten Pferd schwingen musste. Ja, es war dienstlich. Nein, freiwillig würde ich das nicht machen. Aber da habe ich schon bemerkt, dass ich mal wieder am Limit bin. Der schwarze Hund wartete bereits an jeder Ecke und saß in jedem Winkel. Der Gedanke, dass Helene Fischer der Auslöser war, gefällt mir. Aber ganz unter uns: Sie kann natürlich nichts dafür. Auch das rote Pferd, das Fliegen abwehrt, kann da nichts bewirken. Wie dem auch sei – die allermeisten haben heute das Ergebnis meiner Auflehnung gegen den schwarzen Hund im Briefkasten. Doch auch der Besuch und die Bastelunterstützung des Heiligen Nikolaus konnten ihn nicht vertreiben.
Die W-Fragen solltet ihr dabei vor allem meiden. Wieso? Weshalb? Warum? Wer das fragt, ist dumm! Es braucht keinen Auslöser. Ich habe nichts „zu viel“ gemacht, mich nicht „zu wenig geschont“, bin „nicht arglos“ mit mir umgegangen. Vor allem will ich nicht immer selbst der Grund sein, weshalb es mir schlecht geht. Ich will nicht verantwortlich gemacht werden. Ich stelle mir doch nicht ständig selbst ein Bein. So blöd bin ich nicht. Also fragt nicht, was ich „falsch“ gemacht habe.
Manchmal ist es so einfach:
Du stehst auf – und er ist da! Er ist riesig und schwarz! Du kannst kaum aus dem Bett kommen, schaffst es gerade so zum Bad. Nach dem Duschen musst du erst mal wieder schlafen, denn mit diesem riesigen schwarzen Hund auf dem Rücken ist alles verdammt anstrengend. Manchmal ist er so groß, dass gerade noch Luft zum Atmen bleibt.
Ich will nicht über ihn sprechen, denn ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie schwer das ist. Der Hund ist überall: auf mir, über mir, hinter mir, vor mir und in mir.
Aber es ist ein Hund – und mein Hund. Er ist mein ständiger Begleiter, immer an meiner Seite. Doch keine Sorge, die meiste Zeit ist er kleiner als ich, läuft neben mir her und schläft auch viel.
Nur jetzt wird aus dem Dackel mal wieder eine überdimensionierte Bordeaux Dogge: stark, kräftig und ein bisschen träge. Und ganz ehrlich – ich habe lieber einen schwarzen Hund als ein rotes Pferd.
Was ihr tun könnt? Der Hund isst gerne Chips und Schokolade. Er freut sich über Kuchen und Milchkaffee. Er mag nicht spazieren gehen, muss er aber trotzdem. Manchmal mag er auch Pommes und Currywurst.
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