Heute wurde mir beim Dermatologen Haut entnommen und ich wurde wieder zugenäht.
Irgendjemand macht sich jetzt auf die Suche nach Antikörpern in meiner Haut.
Ich erwarte nichts.
Doch ich war sehr erstaunt, wie schnell das ging.
Gedanklich hatte ich mich auf einen ganzen Vormittag in der Uniklinik eingestellt.
Aber nach fast genau 60 Minuten war alles vorbei.
Damit meine ich 60 Minuten vom ersten Türanklopfen, über die Biopsie, das Zunähen bis hin zum Verlassen des Gebäudes.
Das finde ich schon gigantisch schnell!
Erst am Freitag hatte ich einen Termin zur Blutabnahme: 8 Uhr.
Blutabnahme fertig um 8:10 Uhr!
Dann warten, bis ein Rezept unterschrieben ist … um 8:45 Uhr!
Ja, ich habe die meiste Zeit einfach darauf gewartet, dass das Rezept unterschrieben wird.
Der Fehler lag ganz bei mir.
Ich bestelle die Rezepte nie im Voraus, ich bin ja sowieso ständig wegen irgendetwas beim Arzt.
Da gebe ich die Rezepte für meine Medikamente immer direkt vor Ort in Auftrag und warte.
Das war eine Lehre! Das mache ich so nie wieder.
Im Moment sitze ich mal wieder ständig bei Ärzten herum.
Manchmal, weil ich akute Probleme habe.
Dann liegen die Wartezeiten im Durchschnitt bei etwa einer Stunde.
Und geplante Termine dauern je nach Arzt zwischen 1 und 2 Stunden – muss man in Kauf nehmen.
Wie viele Ärzte besucht ihr eigentlich im Jahr – nur zur Vorsorge?
Zahnarzt? Frauenarzt? Beide je einmal? Und alle 8 Wochen zum Friseur?
Auch wenn euch der Friseur wichtig ist – der zählt nicht!
Also, wenn ich meine Vorsorge und Kontrollen mache, gehe ich im Jahr:
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1 x zum Zahnarzt
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1 x zum Gynäkologen (sollte eigentlich 2 x, schaffe ich meist nicht)
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2 x zum Rheumatologen
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2 x zum Kardiologen
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2 x zum Gastroenterologen
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2 x zur Gefäßchirurgin
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2 x zur Augenärztin
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2 x zum Pneumologen
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1 x zum Dermatologen
Und dann je nach Bedarf, also alle 2–4 Wochen oder öfter bei akuten Problemen, zum Hausarzt und ggf. weiteren Fachärzten.
Ich versuche, diese Termine außerhalb meiner Arbeitszeit zu legen.
Ich scheitere daran. Das geht beim besten Willen nicht.
Entweder plane ich die Termine ein Jahr oder ein halbes Jahr im Voraus – und dann sagen die Ärzte oft kurzfristig ab (wegen Urlaub, Fortbildungen usw.).
Dann muss ich irgendeinen freien Termin nehmen.
Oder es will ein Chefarzt oder so selbst ran – da werden Termine sowieso nur zugeteilt, und ich habe keinen Einfluss.
Und verdammt, ich will nicht mehr um jeden Termin feilschen, betteln und pokern.
Ich hatte das 2016/2017 so gut geplant, und dann wurde mir im Terminkalender alles „zerschossen“.
Das ärgert mich sehr.
Verflixt und zugenäht – wie viel von meiner knapp bemessenen Zeit soll ich eigentlich noch mit diesen Terminen verbringen?